Konkrete Flow-Tipps für Teams, Konflikten vorzubeugen oder sie in etwas Besseres zu verwandeln

Jeder Konflikt fängt mit Spannungen an. Sie sind sehr alltäglich und wenn wir sie ansprechen, können wir sie lösen, ohne dass sie Konflikte werden. Mit unterschiedlichen Gesprächsformaten können sie angesprochen werden, um sie an die Oberfläche zu holen.

Wichtig: Zu unterscheiden ist, ob eine Spannung das Team betrifft oder die Spannung nur zwei Personen betrifft. In diesem Blogartikel geht es um das Ansprechen von Spannungen im Team. Für konkrete Tipps im Umgang mit Spannungen zwischen zwei Personen, erfahre hier mehr.

Was Konflikte auf der Arbeit verursachen

Durch einen Konflikt lässt sich kaum mehr produktiv arbeiten. Er zerstört die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden. Je länger die Betroffenen den Konflikt mit sich herumtragen desto komplizierter wird es, ihn zu lösen oder anzusprechen.

Das kann dazu führen, dass einige den Kontakt mit der Person oder den Personen meiden, die am Konflikt beteiligt sind.

Der Flow des Teams, der Arbeit und der persönliche Flow kommen fast immer zum Stillstand.

Konflikte entstehen zwischen uns Menschen. Es geht somit um Beziehungen und die Verbindung zwischen uns. Der Konflikt blockiert die Verbindung und den Flow. Er wird größer, wenn wir uns nicht darum kümmern - bis er explodiert.

Es ist lohnenswert, sich um einen Konflikt zu kümmern, weil dann die Verbindung und entsprechend auch der Flow wiederhergestellt werden können.

Bei der Konfliktlösung kommen nicht zuvor berücksichtigte Bedürfnisse an die Oberfläche. Dadurch entstehen oft Lösungen und Innovationen, die ohne den Konflikt oder den Lösungsweg nicht möglich gewesen wären. Der gemeinsame Lösungsweg stärkt in den meisten Fällen die Arbeitsbeziehung und den Flow.

Spannungen im Team ansprechen

Spannungen Raum zu geben, funktioniert am besten in den Teamsitzungen. In jeder Teamsitzung sollte die Möglichkeit bestehen, sie anzusprechen.

Dabei ist es wichtig, folgende “Grundregeln” einzuhalten:

  • Rede von Dir.

  • Beziehe Dich auf ein konkretes Ereignis (zum Beispiel jetzt oder letzte Woche)

  • Berichte, was in Dir passiert und welche Gefühle und Gedanken Du hast.

3 Inspirationen für den Gesprächsverlauf im Team

Teamentwicklung als Übungsort

Es ist nicht einfach, die Kommunikationskultur “mal eben so” zu verändern. Natürlich ist es klasse, wenn es alltäglich wird, über Spannungen zu sprechen (Probiert es aus!). Wenn Ihr eine Begleitung braucht, die Euch dabei unterstützt, setze Dich mit mir in Verbindung. Ich übe mit Deinem Team die oben genannten Praxisbeispiele ein - erst im Workshop und im Anschluss vor Ort im Unternehmen. Als Coach halte ich das Team in den Sitzungen immer wieder dazu an, die Gesprächsform bewusst anzuwenden und nicht zu übergehen. Um Verhaltensänderungen zu erzielen, braucht es die bewusste Anwendung des Gelernten.

In dem Workshop hat sich mir die Fishbowl-Methode als gute Traningsmethode zum Einüben erwiesen. Es handelt sich dabei um ein Rollenspiel, das auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden kann. Im nächsten Abschnitt erkläre ich die Methode und wie ich sie anwende.

Die Fishbowl-Methode

Bei dieser Übung sitzen ausgewählte Teilnehmende im Innenkreis (möglichst nicht mehr als 10 Personen) und erörtern stellvertretend für die anderen für eine begrenzte Zeit eine vorgegebene Fragestellung, während der Rest der Außengruppe sitzt und zuhört. Dieses Aussehen erinnert an ein Goldfischglas, weswegen die Methode so heißt.

Die Übung hilft, ein Thema schneller und gezielter zu bearbeiten. Insbesondere dann, wenn es unterschiedliche Positionen in der Gruppe zu einer Frage gibt.

Ich wende die Übung auf zwei unterschiedliche Weisen an.

  1. Variante

    Im Innenkreis gibt es einen Stuhl, auf den sich jeder aus der Zuschauergruppe setzen kann, der zusätzlich einen Diskussionsbeitrag einbringen möchte. Sobald er sein Argument artikuliert hat, verlässt er den Innenkreis wieder und macht den Stuhl frei für einen anderen Diskussionsteilnehmer aus dem Außenkreis.

  2. Variante

    Beobachter können ganz leicht Fische werden, indem sie einem der Fische auf die Schulter klopfen. Dann wechseln sie die Plätze, so dass nun der ehemalige Beobachter als Fisch an der Diskussion teilnehmen kann. Diese Variante kann sehr dynamisch werden.

Ein Hauptziel der Übung ist die Weiterentwicklung der Empathiefähigkeit, so dass sie sich ideal dafür eignet, die oben genannten Gesprächsformate zur Klärung von Spannungen zu trainieren. Da diese Übung ein Vertrauensverhältnis voraussetzt, wende ich sie im fortgeschrittenen Verlauf des Workshops an.

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Rollen und Rollenrotation im Einzelcoaching. Knackiger Einblick in ein Konfliktcoaching-Modul.

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Diversität im Team sichtbar machen, um in der Zusammenarbeit in den Flow zu kommen